Cannabidiol, Krebs und Schmerzen

Cannabidiol, Krebs und Schmerzen

Wir hatten an anderer Stelle schon ein mal die Anwendbarkeit von Cannabidiol (CBD) bei Krebs behandelt. In unserem Beitrag “Wissenschaftliche Studien empfehlen CBD gegen Krebs” konnten wir erstaunt feststellen, dass CBD nicht nur bei kleinen Problemen helfen kann, sondern auch bei den Größten! Zwar lässt das natürliche Extrakt aus der Hanfpflanze den Tumor nicht einfach verschwinden, doch hilft es bei der Eindämmung von Wachstum und Ausbreitung. Wir haben uns deshalb in der letzten Zeit wieder vermehrt in der Welt der wissenschaftlichen Publikationen umgesehen, um mehr über die Wirkung von Cannabinoiden bei Tumoren herauszufinden. Und wir sind fündig geworden!

Diesmal soll es also um Schmerzen gehen. Schmerzen, die durch Krebs oder die folgenden von herkömmlichen Krebstherapien verursacht werden. Freilich wissen wir, dass Cannabidiol oder auch Tetrahydrocannabinol (THC) gut gegen Schmerzen wirken. Die Schmerzempfindungen verursacht durch Tumore oder bspw. auch die Folgen von Chemotherapien sind jedoch ein ganz anderes Kaliber. Und um diese Schmerzempfindungen bei deinem Tier zu lindern, laden wir dich nun ein mit uns gemeinsam 2 Forschungsberichte anzusehen, welche die Wirksamkeit von Cannabidiol und/oder anderen Cannabinoiden bei Tumorschmerzen beleuchten.

Wichtiger Hinweis: nachfolgende Zusammenfassungen beruhen auf echten wissenschaftlichen Publikationen. Wir nennen zum Beleg dafür jeweils den Originaltitel und verlinken zum entsprechenden Text. Die Texte liegen in Englisch vor und werden von uns selektiert. Zudem übersetzen wir entsprechende Abschnitte dieser Texte frei und stellenweise vereinfacht. Dies dient der Lesbarkeit, der Verständlichkeit, als auch dabei den Rahmen unserer üblichen Blogbeiträge nicht zu sprengen.

Therapieresistente Schmerzen ausgelöst durch Krebs

Der erste Forschungsbericht (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19896326/, 01/07/2019) handelt von einem zweiwöchigem Experiment mit 177 Tumorpatienten. Alle Patienten wiesen dabei ein fortgeschrittenes Stadium bezogen auf Krebs auf und litten unter sog. therapieresistenten Schmerzen. Diese Schmerzen wurden durch den jeweiligen Tumor verursacht und selbst Opiate konnten keine signifikante Linderung mehr erzielen. Die Patienten wurden zu Testzwecken zufällig in 3 Gruppen unterteilt:

  • Gruppe A erhielt THC und CBD
  • Gruppe B erhielt nur THC
  • Gruppe C erhielt ein Placebo

Mit Hilfe einer speziellen Skala und zugehörigen Fragebögen zur Diagnose subjektiver Schmerzempfindungen wurden die Veränderungen bei den einzelnen Patienten erfasst und nach 2 Wochen ausgewertet. Das Ergebnis lautete wie folgt:

  • Gruppe A erfuhr eine signifikante Linderung der Schmerzen im Vergleich zu Gruppe C
  • Gruppe B erfuhr keine signifikante Linderung der Schmerzen im Vergleich zu Gruppe C

Die Linderung der Schmerzen bei Gruppe A betrug bis zu 30 Prozent. Opiate Schmerzmittel erzielten hingegen keine signifikante Wirkung mehr. Gruppe A zeigte zudem keine Anzeichen von Nebenwirkungen. Schlafverhalten, Übelkeit und Erbrechen sahen symptomatisch keine Veränderungen während des Tests. Die Autoren erwähnen dennoch, dass eine ähnliche Untersuchung durchgeführt durch die “European Organisation for Research and Treatment of Cancer” ergab, dass Übelkeit und Erbrechen bei Verabreichung von THC und CBD gleichzeitig zunahmen. Bei Verabreichung von THC alleine soll es hingegen keine Zunahme bei beiden Symptomen gegeben haben.

Die Forscher schlussfolgern auf Grundlage ihrer eigenen Forschungsergebnisse und unter Berücksichtigung ähnlicher Untersuchungen, dass sowohl CBD-Extrakte, als auch THC-Extrakte (besser noch beides kombiniert) effizient gegen Schmerz verursacht durch Krebs wirken. Selbst dann noch, wenn Opiate versagen.

Cannabidiol verhindert Schmerzen verursacht durch Paclitaxel

Paclitaxel ist ein Wirkstoff, der in Arznei zur Behandlung verschiedener bösartiger Tumore eingesetzt wird. Der Wirkstoff bzw. die Verwendung des Wirkstoffes in Arzneimitteln ist dabei Bestandteil herkömmlicher Chemotherapien. Auf Krebsgesellschaft.de findet sich hierzu folgendes:

Paclitaxel gehört zu der Wirkstoffgruppe der Taxane. Diese Stoffe blockieren ein Stadium der Zellteilung, in dem das interne Zytoskelett der Zelle, für den Prozess der Zellteilung abgebaut wird. Bleibt diese stabilisierende Struktur jedoch intakt, kann die Zellteilung nicht stattfinden und die Zellen sterben. Die Wirkung von Paclitaxel ist nicht spezifisch für Tumorzellen, sondern kann auch andere Zellen, zum Beispiel gesunde Blut- oder Nervenzellen, beschädigen und dadurch Nebenwirkungen verursachen.

Wirkstoff-Glossar auf Krebsgesellschaft.de

Sara Jane Ward und Kollegen an der “Temple University School of Pharmacy in Philadelphia (USA)” untersuchten nun die Wirkung von Cannabidiol unter Laborbedingungen, bezogen auf die Folgen von Chemotherapien mit Einsatz von Paclitaxel. Bekannt ist, laut Ward, dass Paclitaxel Neuropathie verursachen kann, also nervliche Leiden. Diese Leiden können sich in Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder eben auch Schmerzen äußern.

Unter Laborbedingungen wurde beobachtet, wie Paclitaxel Neuropathie verursachte. Die Folgen waren abnormale Schmerzen. Unter gleichen Bedingungen konnte aber auch Folgendes beobachtet werden: wurde vor der Verabreichung von Paclitaxel zunächst Cannabidiol verabreicht, so wurde die Entwicklung der abnormalen Schmerzen verhindert! Dieser Effekt trat permanent auf und auch nach einem Stopp bezogen auf die Verabreichung von CBD konnten keine nervlichen Schäden festgestellt werden. Cannabidiol hob sozusagen die negativen Effekte bezogen auf Neuropathie durch Paclitaxel auf. Nachhaltig.

Fazit zu Cannabidiol, Krebs und Schmerzen

CBD Hanföl kann Krebs nicht heilen. Das sollte und muss sogar so festgehalten werden. Die Forschungsergebnisse auf unserem Blog in Hinsicht auf “CBD gegen Krebs” zeigen jedoch, dass Cannabidiol eine effektive, nutzbringende und dadurch auch medizinisch wertvolle Wirkung gegen Krebs erzielen kann. Sei es um die Ausbreitung zu verhindern, Wachstum einzugrenzen, Zelltod in befallenen Zellen auszulösen, gesunde Zellen zu schützen oder aber Schmerzen zu lindern bzw. neuropathische Erscheinungen zu verhindern. Das kommt einer Geneseung freilich nicht nahe, ist aber für Krebspatienten schon eine Menge wert! Ganz gleich, ob es sich dabei um einen Menschen oder ein Tier handelt.

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