CBD gegen Magen-Darm-Probleme

CBD gegen Magen-Darm-Probleme

Magst du Bauchschmerzen? Oder anderweitige Probleme im Bereich Magen oder Darm? Wir auch nicht. Und unsere Tiere können Magen-Darm-Problemen auch nichts Gutes entnehmen. Gut also, dass die Wissenschaft hier Forschung betreibt und bereit ist alternative Wege zu erkunden. Einer dieser Wege führt über das Endocannabinoidsystem. Diese Netzwerk aus Rezeptoren erstreckt sich über weite Teile des Körpers von Säugetieren. Viele der Rezeptoren (CB1 und CB2 genannt) befinden sich dabei im Verdauungstrakt. Und da Cannabidiol bekanntlich diese Rezeptoren anspricht, läge doch der Verdacht nahe, dass CBD auch bei Magen-Darm-Problemen hilft, oder? Nun, Annahme und Verdacht alleine ist uns Hanfpfoten bei Weitem nicht genug!

Wir begaben uns also auf die Suche um Fakten zu finden. Und was wir gefunden haben präsentieren wir dir jetzt. Die Forschung und Wissenschaft beschäftigte sich tatsächlich mit CBD bei Magen-Darm-Problemen und wir wollen nur so viel vorab verraten: Cannabidiol lässt große Probleme auch in diesem Bereich schnell kleiner werden.

Wichtiger Hinweis: nachfolgende Zusammenfassungen beruhen auf echten wissenschaftlichen Publikationen. Wir nennen zum Beleg dafür jeweils den Originaltitel und verlinken zum entsprechenden Text. Die Texte liegen in Englisch vor und werden von uns selektiert. Zudem übersetzen wir entsprechende Abschnitte dieser Texte frei und stellenweise vereinfacht. Dies dient der Lesbarkeit, der Verständlichkeit, als auch dabei den Rahmen unserer üblichen Blogbeiträge nicht zu sprengen.

Cannabinoide und der Verdauungstrakt

In unserem ersten Forschungsreport “Cannabinoids and the gut: new developments and emerging concepts” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20117132/, 05/06/2019) fanden wir bereits eine Menge an wichtigen Informationen. Unter anderem die Feststellung der Autoren, dass Cannabis als Solches schon häufiger (und mit gewünschten Wirkungen) zur Behandlung von Magen-Darm-Problemen bzw. Erkrankungen eingesetzt wurde. In den meisten Fällen handelte es sich hierbei um den Einsatz von mehreren Cannabinoiden, unter anderem auch Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC). Die Grundlage für die Wirkungsweise von Cannabiskomponenten im Verdauungstrakt bildet hierbei das Endocannabinoidsystem (ECS). Das ECS ist dabei involviert in die Nahrungsaufnahme selbst, Übelkeit, Erbrechen, die Bildung von Magensekreten, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, uvm.

Das alles war sehr beeindruckend zu erfahren und führt uns deutlich vor Augen, wie wichtig das ECS für die Funktionalität einer Vielzahl an Mechanismen des Verdauungstraktes bei Säugetieren ist. Weiter gedacht bedeutet das aber auch, dass Cannabinoide allgemein bzw. Cannabidiol (CBD) im Speziellen das Potential haben, auf das ECS im Bereich des Verdauungstraktes einzuwirken. Und laut Aussage der Autoren des ersten Forschungsreports geschah das auch bereits.

Liebe geht durch den Magen – (Endo-)Cannabinoide auch

Auch im zweiten Forschungsreport “Endocannabinoids and the gastrointestinal tract” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16751708/, 05/06/2019) finden wir Hinweise auf eine Wirksamkeit von (Endo-)Cannabinoiden in Bezug auf Probleme bzw. Erkrankungen im Verdauungstrakt. Die Forscher führen aus, dass sowohl Delta-9-Tetrahydrocannabinol, als auch körpereigene (endogene) bzw. synthetische Cannabinoide ihre biologischen Aufgaben durch das Endocannabinoidsystem ausüben. Dabei wird vor allem auch durch die CB2 Rezeptoren das körpereigene Immunsystem angesprochen und gestärkt. Das ECS sorgt dabei für einen regelrechten Schutz des Magen-Darm-Traktes vor diversen Problemen, wie z.B. Entzündungen oder abnormal hohe Vorkommen an Magen- bzw. Darmsekreten. Dieser Schutz sei es auch, laut den Forschern, welcher das ECS in Verbindung mit (Endo-)Cannabinoiden zu einem vielversprechenden, therapeutischen Ansatz zur erfolgreichen Behandlung von nicht gewünschten Erscheinungen im Verdauungstrakt macht.

Es gibt zahlreiche weitere Forschungsberichte, welche Endocannabinoide, Phytocannabinoide oder auch synthetische Cannabinoide in ihrer Wirksamkeit gegen Magen-Darm-Problematiken beleuchten. Die Schlussfolgerungen sind jeweils dieselben: Endocannabinoide, Phytocannabinoide und synthetische Cannabinoide wirken auf das Endocannabinoidsystem und eben jenes System hat eine große Auswirkung auf zahlreiche Vorgänge der Verdauung.

Spielt Cannabidiol eine therapeutische Rolle bei Magen-Darm-Problemen?

“Was ist denn jetzt mit CBD gegen Magen-Darm-Probleme? Cannabinoide und Endocannabinoidsystem hin oder her, bisher präsentierte Fakten nennen in keinem einzelnen Fall explizit Cannabidiol!” Ja, das stimmt. Auf der Suche nach CBD gegen Magen-Darm-Probleme müssen wir uns einen weiteren Forschungsreport ansehen. Diesmal nennen die Autoren CBD explizit und zwar entweder alleine oder gepaart mit Delta-9-Tetrahydrocannabinol. Cannabis an sich wird nämlich von vielen betroffen Menschen weltweit konsumiert, u.a. auch gegen entzündliche Darmerkrankungen. Der Forschungsbericht “The effects of Delta-tetrahydrocannabinol and cannabidiol alone and in combination on damage, inflammation and in vitro motility disturbances in rat colitis” (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20590574/, 05/06/2019) beschäftigt sich spezifisch mit der Wirkung von CBD und/oder THC bei Dickdarmentzündungen.

In den Untersuchungen wurden THC, CBD und Sulfasalazin (ein entzündungshemmender Arzneistoff, der insbesondere zur Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt wird) eingesetzt. In allen drei Fällen zeigte sich eine Besserung. Die Forscher heben hervor, dass THC das wirkungsvollste therapeutische Mittel war. Allerdings merken die Forscher zudem an, dass CBD eine additive Wirkung aufweist. Das macht sich daran bemerkbar, dass die (Heilungs-)Effektivität von THC durch die Verabreichung von CBD nochmals verstärkt wurde. THC und CBD hatten beide alleine oder in Kombination eine zusätzliche schützende Wirkung auf cholinerge Nerven. Sulfasalazin hatte keine solche Wirkung.

Fazit zu CBD gegen Magen-Darm-Probleme

Die Autoren des letzten Reports halten als Schlussfolgerung fest, dass THC und CBD nicht nur die Entzündungen reduzierten, sondern auch eine schützende Wirkung mit sich brachten. Wenngleich CBD weniger effektiv war als THC, bleibt dennoch festzuhalten, dass Cannabidiol eine nachweisbare, gewünschte Wirkung auf zahlreiche Magen-Darm-Probleme hat. Natürlich war in den ersten beiden Forschungsreporten nicht von CBD im Speziellen die Rede! Aber CBD ist ein (Phyto-)Cannabinoid und dank der vielseitigen Einsetzbarkeit längst kein unbekannter Mitspieler mehr in der Welt der medizinischen Forschung. Wir verweisen an dieser Stelle auch gerne auf unseren Beitrag über Magen-Darm-Erkrankungen bei Hunden und Katzen und unsere darin enthaltenen Empfehlungen.

Leave a Comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top