Es wird laut zum 1. August in der Schweiz

Es wird laut zum 1. August in der Schweiz

Seit 1891 nun schon wird in der Schweiz der 1. August als Nationalfeiertag gefeiert. Das Datum geht dabei zurück auf einen der ersten Verträge zwischen den Kantonen Uri, Schwyz und Unterwalden. Von diesem Kern aus, so heißt es, entstand im Laufe von über fünf Jahrhunderten die heutige Schweiz. Nationalfeiertage sind bei Weitem auch nichts Ungewöhnliches. Für unsere Tiere allerdings, werden diese Feiertage zur Belastung. Es ist laut, es ist hektisch, es leuchtet und knallt überall am Himmel. Wir Menschen scheinen fasziniert von dem lauten Knallen und den bunten Pyroeffekten unserer Feuerwerke, während Hunde, Katzen, Pferde und andere Tiere unter Stress stehen oder gar Angst (bis hin zur Panik) haben.

Wir wollen nicht gegen die Feier des Nationalfeiertages der Schweiz angehen. Wir wollen dir aber durchaus ein Verständnis dafür vermitteln, wie es deinen Tieren dabei gehen könnte. Deshalb werden wir uns nachfolgend in Benny versetzen. Er ist ein noch kleiner Hund, der den 1. August in der Schweiz zum ersten Mal erleben wird. Und wir sehen uns auch seine Familie an, Herrchen wie Frauchen, die sich liebevoll bemühen so gut es geht Vorbereitungen zu treffen.

Benny lernt über den 1. August

Heute war ein aufregender Tag. Am Morgen hörte ich, wie Mama mit Tante Ursula telefonierte und über mich gesprochen hat. Sie sagte: “Das ist lieb Ursula, aber am 1. August bleiben wir wahrscheinlich zu Hause wegen dem Hund. Wir wissen ja nicht, wie er auf das Feuerwerk reagiert.” Hmm… was sie wohl mit 1. August meint? Und was ist Feuerwerk?

Auf dem Nachmittagsspaziergang habe ich dann alle meine Freunde getroffen. Sogar Struppi, der alte Hund vom Bauernhof, hatte gute Laune. Da er der erfahrenste und klügste Hund im ganzen Dorf ist, habe ich ihn gefragt warum meine Familie am 1. August wegen mir zu Hause bleiben will und nach was Feuerwerk schmeckt. “Ach Kleiner”, sagte Struppi, “Feuerwerk kannst du nicht essen. Das ist eine Sache der Menschen. Sie freuen sich über die bunten Bilder, welche das Feuerwerk an den Himmel zaubert. Wieso die Bilder allerdings so laut knallen, pfeifen und zischen, das fast alle Tiere Angst bekommen, verstehe ich nicht. Abgesehen davon juckt der Gestank in unseren Nasen.” Ich fragte: “Hast du auch Angst vor dem Feuerwerk, Struppi?” “Ja Kleiner, selbst ich verkrieche mich in die letzte Ecke meiner Hundehütte. Oft erschrecken sich Hunde und Katzen so vor dem Feuerwerk, dass sie in Panik weglaufen und tagelang umherirren. Einige von ihnen werden sogar von Autos oder Zügen überfahren. Aber die Schweizer feiern so den Geburtstag ihres Landes. Und das ist der 1. August.”

Ich schaute Struppi mit traurigen Augen an und fragte: “Haben Wildtiere auch Angst vor Feuerwerk?” Struppi nickte nur: “Ja natürlich Kleiner, Pferde aber auch Wildtiere fürchten sich sehr. Wir Tiere können das nicht verstehen oder einordnen. Siehst du den grossen Berg da drüben?” Ich blickte zu dem Berg hinüber und nickte stumm. “Das ist der Glärnisch”, fuhr Struppi fort, “auf der anderen Seite des Berges ist ein See. Einige Menschen gehen am 1. August dort feiern. Die machen dann essen über offenem Feuer, hören Musik, singen und lachen. Also nichts, wovor sich die Wildtiere fürchten, denn an diese Geräusche sind sie gewöhnt. Aber einige Menschen”, Struppi schüttelte den Kopf ehe er fortfuhr, “lassen dort auch Feuerwerk steigen. Durch die Bergwände hallen die Töne wider und das versetzt die Wildtiere in Angst und Schrecken. Einige Gämsen und Hirsche kommen im Winter von dort oben bis in meinen Garten hinunter. Sie haben erzählt, dass einige ihrer Gruppe zu Tode gestürzt sind, weil sie sich derart vor dem Feuerwerk fürchteten.”

Was Struppi mir da erzählte war alles so traurig. Wieso machen die Menschen denn sowas? Nachdenklich fragte ich: “Struppi, kann man denn nichts dagegen tun? Die Menschen dazu bringen die Feuerwerke nicht mehr steigen zu lassen, oder so?” “Nein Kleiner, ich glaube nicht, dass die Menschen darauf verzichten. Aber sieh dort. Die alte Katze, sie ist sehr krank und liegt nur noch rum. Seit sie im Feld zwischen den grünen Büschen schläft, scheint es ihr besser zu gehen. Sie ist auch viel freundlicher geworden und lange nicht mehr so ängstlich. Tja Kleiner, vielleicht lege ich mich diesen 1. August zur Katze ins Feld zu den grünen Pflanzen. Du kannst auf jeden Fall froh sein, eine Familie zu haben die auf dich aufpasst.”

In meiner Familie machen sich alle Gedanken, wie ich den Stress vom 1. August überstehe. Struppi scheint wohl Recht gehabt zu haben. Papa hat heute sogar ein neues Brustgeschirr gekauft. Er meinte: “Das wird ab sofort getragen. Ich möchte nicht, dass unser kleiner Schatz in Panik wegläuft und womöglich noch etwas passiert.” “Ab sofort”, fragte Mama. “Selbstverständlich, es gibt schliesslich genug Ignoranten, welche schon lange vor und nach dem 1. August mit Feuerwerk spielen.” Meine Familie hat mich echt lieb. Mama sagte: “Am Nationalfeiertag gibt es etwas vom Grill und dann schauen wir wie Benny (das bin ich) auf die Knallerei reagiert. Wenn er zu sehr Angst zeigt, dann gibt es einen TV Abend.” Auch habe ich gesehen wie Mama einen Kauknochen und ein Fläschchen in meine Schublade geräumt hat. Meine Schublade! Ich war so aufgeregt, denn in meiner Schublade sind immer nur tolle Dinge! Als sie das Fläschchen reinlegte murmelte sie: “Für den Notfall.”

Der Nationalfeiertag in der Schweiz, Tiere, Angst und was du dagegen tun kannst

Unsere kleine Geschichte zum 1. August in der Schweiz aus Sicht eines noch kleinen Hundes mag vielleicht einige extreme Beispiele anführen, aber im Grunde ist der Wahrheitsgehalt derselbe: Tiere können Pyrotechnik nicht einordnen, genießen nicht die “bunten Bilder” am Himmel und das Geknalle schon gleich zweimal nicht. Hunde, Katzen und andere Tiere bekommen Angst, teilweise sogar Panik. Was du gegen Angst vor lauten Geräuschen bzw. Gewitter bei Hunden tun kannst, haben wir in diesem Beitrag schon mal angesprochen. Hier nochmal die Zusammenfassung:

  • Rufe deinen Hund zu dir sobald die ersten lauten Geräusche beginnen.
  • Biete deinem Hund einen sicheren Ort. Das kann alles sein: neben dir auf der Couch, der Schlafplatz, unter dem Tisch, etc.
  • Versuche deinen Hund mit bekannten (und beliebten) Geräuschen abzulenken. Fernseher, Waschmaschine, Musik, etc.
  • CBD Hanföl – denn wie die Wissenschaft erwiesen hat, wirkt Cannabidiol (CBD) gegen Angst.

Am 1. August gelten dieselben Punkte. Was du auf keinen Fall tun solltest: dein Tier alleine lassen. Wir vermeiden sogar Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit. Einerseits kommt irgendwann alles was in den Himmel geschossen wurde auch wieder runter und zweitens wollen wir unsere Tiere den Feuerwerken nicht direkt aussetzen. Und ja, wir verabreichen am 1. August auch CBD! Vorbeugend, denn die Tiere sind so zumindest schon mal entspannter und zugänglicher. Wir können auch selbst nur mutmaßen, aber das Fläschchen, welches Bennys Frauchen da in seine Schublade legte, das könnte eventuell auch CBD Hanföl sein.

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